Von „Boxen mit Treten" bis hin zu hochwissenschaftlich abgehobenen hilosophischen Abhandlungen gibt es zu dieser Frage unzählige Definitionen. Es würde hier den Rahmen sprengen, auf alle möglichen Erklärungen in der Literatur einzugehen. Die endgültige Antwort fällt so unterschiedlich aus wie die Gründe, Karate zu betreiben.

Die wichtigsten Kriterien in Stichworten:

Kampfsport
Bewegung
Beweglichkeit
Kraft
Ausdauer
Schnelligkeit
Koordination
Reaktionsvermögen
Disziplin
Respekt
Rücksicht
Meditation in Bewegung
Wettkampf
Erfolg
(sportlich oder rein persönlich)
Soziale Kontakte

Beschreibung der Karatedisziplinen


Kihon

Kumite

Kata

Bunkai (Selbstverteidigung)

Ursprünglich war Karate ein Weg, der es ermöglichte, sich gegen bewaffnete oder über-legene Gegner zu verteidigen. Diese damals im Geheimen weitergegebene Kampfkunst ist heute allgemein zugänglich und hat sich den modernen Gegebenheiten angepasst. Vom Breitensport mit individuellen Ansprüchen bis hin zum Hochleistungssport sind alle Nuancen möglich. Jeder weiß, was er sich zutraut, jeder entwickelt sich unter sachkundiger Anleitung weiter, jeder ist irgendwann über seine Fähigkeiten erstaunt.
Als Trainingsformen des Karate unterscheiden wir Kihon, Kumite, Kata, Bunkai und Selbst-verteidigung. Näheres hierzu siehe unter den Links oben.
Karate wurde vor einigen Jahren im „STERN" als die dritt-gesündeste Sportart ermittelt. Verletzungen und sonstige gesundheitliche Schäden kommen bei korrekter Ausführung so gut wie nie vor, und wenn doch, stellen sie sich häufig als Spätfolgen früherer Schädigungen heraus. Für den Einstieg in Karate gibt es eigentlich keine Altersbegrenzung, da jeder im Rahmen seiner persönlichen Möglichkeiten trainiert. Weiterhin kann Karate sich auf die Entwicklung von Kindern mit ihren zeitgemäßen Problemen positiv auswirken, wobei es allerdings nicht als Therapie missverstanden werden darf.
Wer eine Sportart sucht, bei der Körper und Geist ganzheitlich weiterentwickelt werden können, liegt bei Karate genau richtig. Nach einiger Erfahrung wird jeder die Frage: „Was ist Karate?" für sich persönlich selbst beantworten können.

 

 

Kihon:
Kihon ist die Grundschule im Karate, auf der alles andere aufbaut. Hier werden die Karatetechniken in Idealform einstudiert, ohne Anwendung oder Gegner. Der Anfänger beginnt mit Einzeltechniken, später kommen auch Kombinationen hinzu. Im KIHON sollen einerseits die Techniken und Stellungen/Stände automatisiert werden, zum anderen stellt es auch die Grundschule in Bezug auf die Körperbildung dar; hier werden Kraft, Koordination usw. als Grundlagen für höhere Techniken, Kata und Anwendungen verbessert.
Das Wort KIHON setzt sich zusammen aus KI ("Kraft", "Energie") und HON ("Wurzel", "Ursprung"), was deutlich macht, dass das KIHON den unumgehbaren Grundpfeiler für die Entwicklung des Karateka darstellt.


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Kumite:
Im Kumite (Kampf) unterscheiden wir drei Arten des Kämpfens:

- Kihon Kumite
Hierbei handelt es sich um grundschulmäßige Partnerübungen mit exakt definierten Angriffs- und Verteidigungstechniken, die in einer festgelegten Reihenfolge und Anzahl ausgeführt werden.
Diese Art des „Kämpfens" dient zum erlernen der Grundfertigkeiten des Kämpfens und zur Bildung und Schulung des Ziel- und Distanzgefühls.


- Jiu Ippon Kumite
Darunter versteht man einen halbfreien Kampf mit nur einer Angriffstechnik in dem der Angreifer und die Angriffstechnik vorgegeben wird. Der Angriff erfolgt aus der Bewegung beider Partner (Suche nach Distanz und Gelegenheit). Abwehr und Gegenangriff können vom Verteidiger frei gewählt werden oder werden, je nach Leistungsstand der Übenden, vom Trainer vorgegeben.
Ziel ist hierbei ein Verfestigen des Distanzgefühls und die Kontrolle der Techniken aus bewegten Situationen.


- Jiu-Kumite
Jiu-Kumite ist die höchste Form des Karate. Ein freier Kampf wo alle Angriffs-, Abwehr- und Gegentechniken von beiden Partnern frei gewählt werden. Der Respekt vor dem Partner gebietet jedoch gegenseitige Rücksichtnahme, so das es nicht zu Verletzungen kommen sollte.
Bei dieser Art des Trainings ist das Ziel die Beherrschung aller Karatetechniken auch aus hektischen und stressigen Situationen und die vollkommene Kontrolle über Geist und Körper.

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Kata:
Die Kata ist ein Kampf gegen einen oder mehrere imaginäre (nur in der Vorstellung des Kämpfers existierende) Gegner. Alle Angriffs- und Abwehrtechniken erfolgen in einer genau festgelegten Form und Reihenfolge und werden streng in ihrer grundschulmäßigen, traditionellen Form ausgeführt.

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Bunkai (Selbstverteidigung):
Was man in der Kata erlernt wird im Bunkai angewendet und in die Praxis umgesetzt.
Die Verteidigungs- und Angriffstechniken in den Katas sind oft der „Praxis" entnommen, kommen also viel aus dem Bereich der Selbstverteidigung. Auch diese Karateform wird bei uns regelmäßig trainiert so das Karate ohne Zweifel eine wirkungsvolle Grundlage zu einer effektiven Selbstverteidigung darstellt.



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